Umweltschutz und Kostensparen

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Umweltschutz und Kostensparen
Umweltschutz und Kostensparen

Die Notwendigkeit von Umwelt- und Klimaschutz ist heutzutage im öffentlichen Bewusstsein präsent wie wohl nie zuvor. Insbesondere die jüngeren Generationen setzen sich dafür ein, dass Ressourcen geschont und Klimaziele erreicht werden, um den Klimawandel und dessen Auswirkungen zu bekämpfen. Jeder Einzelne kann durch sein tägliches Handeln einen Beitrag leisten und beispielsweise mit dem Fahrrad statt dem Auto fahren (oder wenigstens Fahrgemeinschaften bilden), weniger Fleisch essen und nachhaltige Kleidung kaufen. Das ist aber noch lange nicht genug. Es ist wichtig, dass Unternehmen mitziehen und ebenfalls Umwelt- und Klimaschutz fördern. Studierende und andere junge Menschen, die in die Arbeitswelt eintreten, achten deshalb immer häufiger darauf, ob Unternehmen diesem Anspruch gerecht werden. Sie bewerben sich beispielsweise gezielt bei Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen oder engagieren sich dafür, dass ihr Arbeitgeber zukünftig umweltfreundlicher agiert. Aber wie kann Umwelt- und Klimaschutz im Unternehmen realisiert werden?

Kleine Anpassungen für den ersten Schritt

In jedem Unternehmen gibt es zahlreiche kleine Stellschrauben, an denen verhältnismäßig einfach gedreht werden kann, um umweltfreundlicher zu werden. Dazu zählt beispielsweise das Beziehen von Ökostrom, die Verwendung von nachhaltigeren Produkten wie recyceltem Papier und nachfüllbaren Druckerpatronen, der Verzicht auf Kapselkaffee, Strom sparen (das Ausschalten von gerade nicht benötigten Elektrogeräten) und mehr Achtsamkeit beim Lüften und Heizen. Außerdem können viele Dienstreisen ebenso mit der Bahn statt dem Auto oder gar Flugzeug bewältigt werden. Möglicherweise ist ein Treffen in Präsenz nicht einmal nötig, eine Videokonferenz kann unter Umständen genauso geeignet sein. Grundsätzlich sollte bei allen Entscheidungen überlegt werden, ob es eine umweltfreundlichere Alternative gibt, die ebenfalls zufriedenstellend ist. So wird mit der Zeit auch das Bewusstsein für Umweltschutz geschärft und entsprechende Maßnahmen werden völlig selbstverständlich.

Für CO2-Ausgleich sorgen

Langfristig sollte das Ziel darin bestehen, den CO2-Austoß auf ein Minimum zu reduzieren. Dafür ist es essenziell auf erneuerbare Energien umzusteigen. Allerdings ist dies für die allermeisten Unternehmen nicht von heute auf morgen möglich. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, das verursachte CO2 in dieser Übergangszeit zu kompensieren. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist das Kaufen von Emmissionsminderungsgutschriften, die meist schlicht als Zertifikate bezeichnet werden. Damit können verschiedene Klimaschutzprojekte finanziert werden, die den eigenen CO2-Austoß kompensieren sollen. Das Unternehmen Beta LAYOUT setzt sich beispielsweise für die klimaneutrale Produktion seiner Leiterplatten ein, in dem es das Pflanzen neuer Bäume unterstützt. Bäume nehmen das ausgestoßene CO2 auf und binden es. Man kann sich aber auch für viele andere Themenprojekte einsetzen.

Alte Geräte austauschen

Zwar sollte im Rahmen des Umwelt- und Klimaschutzes darauf verzichtet werden, Dinge wegzuwerfen, die noch gut funktionieren, einige Ausnahmen gibt es bei dieser Faustregel jedoch. In vielen Fällen lohnt es sich, alte Geräte gegen neue auszutauschen, da diese oftmals sehr viel energiesparender oder allgemein ressourcenschonender sind und gegebenenfalls weniger Schadstoffe produzieren. Das kann ebenso den Fuhrpark des Unternehmens betreffen. Immer mehr Unternehmen stellen auf Elektroautos als Dienstwagen um. Außerdem sind Dienstfahrräder und E-Bikes eine Alternative, die zunehmend angenommen wird. In den meisten Fällen amortisieren sich diese Investitionen innerhalb von ein bis zwei Jahren. So kann langfristig nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch finanziell profitiert werden.

Einführung eines Umwelt- oder Energiemanagementsystems

Damit der betriebliche Umweltschutz strukturiert durchgeführt werden kann, kann es hilfreich sein, auf etablierte Managementsysteme zurückzugreifen. Diese geben Normen vor, die es zu befolgen gilt. Auf diese Weise können Zertifizierungen erhalten werden, die nicht nur die positive Außenwirkung fördern können, sondern oft auch praktische Vorteile mit sich bringen. Sie ermöglichen beispielsweise den Zugang zu Fördergeldern. Besonders verbreitet sind die Managementsysteme EMAS, ÖKOPROFIT, ISO 14001 und ISO 50001.

Sensibilisierung

Damit im Unternehmen alle an einem Strang ziehen, ist es sinnvoll, regelmäßig alle Mitarbeitenden zu aktuellen Themen in Puncto Umwelt- und Klimaschutz zu informieren und zu schulen. Außerdem sollte es die Möglichkeit geben, eigene Verbesserungsvorschläge einzubringen und auf mögliche Mängel hinzuweisen. Es kann sinnvoll sein, einen Umweltschutzbeauftragten zu bestimmen, der als Ansprechpartner bei allen Belangen in Bezug auf den Umweltschutz fungiert und sich umfassend über relevante Themen informiert.

Es gibt also viele verschiedene Möglichkeiten, wie Unternehmen umweltfreundlicher werden und etwas gegen den Klimawandel tun können. Frag doch bei deinem nächsten Bewerbungsgespräch mal nach, welche Maßnahmen dein potenzieller Arbeitgeber trifft. Du arbeitest bereits in einem Unternehmen und siehst Potenziale für mehr Umweltschutz? Dann sprich deine Ideen an oder schlage dich als Umweltschutzbeauftragten vor. Jeder Beitrag zählt im Kampf gegen den Klimawandel.